Wegweisende Errungenschaften der letzten Jahrzehnte

Im Jahre 1975 hat die Gemeindeversammlung der Ortsplanung und einem neuen Baugesetz zugestimmt. Doch im Sog der rasanten Entwicklung in den Hochkonjunkturjahren musste die Planungsinstrumente immer wieder ergänzt und angepasst werden. Zu Beginn der 90-Jahre wurde eine öffentliche Bauzone für Einheimische und Zuzüger ausgeschieden. Dass gerade dieses neue Quartier Lischeinas nach anfänglichen Startschwierigkeiten einen regelrechten Bauboom auslösen und zugleich für Schlagzeilen sorgen würde, haben nicht einmal die kühnsten Optimisten und Befürworter einer gemeinnützigen Bauzone zu träumen gewagt. Zugegeben, die architektonische Vielfalt, die einem Bruch mit der angestammten Bautradition gleichkommt, liefert allerhand Gesprächsstoff. In der statistischen Erfassung aber wirken sich die neuen Niederlassungen in jedem Fall positiv aus. Neue wirtschaftliche Impulse erhofft man sich auch von der erst kürzlich ausgeschiedenen Gewerbezone. Dank der günstigen Verkehrslage am Talausgang und einer zielstrebigen und zukunftsorientierten Politik hat sich Cumbel zu einer aufstrebenden Gemeinde entwickelt. Ein Dorf, welches das Alte und Bewährte zu schätzen weiss, ohne sich dabei dem Neuen zu verschliessen, hat keinen Grund, besorgt in die Zukunft zu schauen, auch wenn grosse Aufgaben noch anstehen. Im Zuge der gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Umwälzungen der 80-er Jahre wurde ein Gemeindezentrum mit Kanzlei, Versammlungsraum und Kindergarten im alten Schulhaus eingerichtet. Selbst der damals von der Schliessung bedrohte Dorfladen und die Dorfbank fanden in diesem öffentlichen Gebäude eine neue Bleibe. Das zeitgemässe Dienstleistungs- und Infrastrukturangebot ist auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Morissen. Der Bau des Schul-, Sport- und Kulturzentrums Cuschnaus und der Abwasserreinigungsanlage, die Güterzusammenlegung und der Zusammenschluss der Sport- und Kulturvereine bestätigen die Richtigkeit eines solchen Vorgehens. Mit diesen gemeindeübergreifenden Lösungsmodellen greifen viele Lugnezer Ortschaften der sich aufdrängenden, aber nur schwer realisierbaren politischen Fusion einzelner Dörfer vor. Was wohl aus wirtschaftlichen und finanziellen Überlegungen reibungslos über die Bühne ging, entpuppte sich auf politischer Ebene als ein Ding der Unmöglichkeit. Es scheint so, als hätte in dieser speziellen Beziehung der fest verwurzelte "Dörfligeist die grossen Fusionswellen der Neuzeit bis anhin unbeschadet überdauert.

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