Das Talportal hat seine tiefere Bedeutung

Das Talportal in Porclas ist für die einheimische Bevölkerung mehr als nur ein historisches Denkmal. Seit Jahren ist diese natürliche Festung das Tor zur grossen weiten Welt und Heimwehgrenze zugleich. "Il schar encrescher gia ora Porclas", übersetzt "Das Fernweh beginnt bereits in Porclas" ist schon immer ein geografischer und emotionaler Markstein für die Talbewohner gewesen. Ein feines Gespür für diese physische und psychische Barriere offenbart sich in den literarischen Werken des aus Cumbel stammenden Schriftstellers Aluis Arpagaus, der die schwer zugängliche Region Porclas nicht nur in zahlreichen Gedichten und Erzählungen besingt, sondern diese auch als Bollwerk gegen die drohenden Gefahren des hektischen und verklärten Grossstadtlebens beschreibt. Im Jahre 1538 kauften sich die Lugnezer Gemeinden von den Hoheitsrechten des damaligen feudalistisch geprägten Herrschaftssystems frei. Von nun an bildete Cumbel zusammen mit Peiden und Camuns eine selbständige Nachbarschaft innerhalb der Gerichtsgemeinde Lumnezia. Diese nahm sich insbesondere gemeinsamer Aufgaben wirtschaftlicher Art wie die Nutzung der Wälder, Weiden und Alpen an. Grund und Boden gingen mehrheitlich in Privatbesitz über. Diese neue politische Konstellation blieb bis zum Erlass der Kantonsverfassung im Jahre 1854 bestehen. Als Folge der Kantonsgründung und der neuen Rechtslage verloren die Nachbarschaften allmählich ihre wirtschaftliche Bedeutung und die Dörfer erhoben sich zu politisch autonomen Gemeinden.

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