Geschichte der Fraktion Uors-Peiden

Erste Spuren des Dorfes Uors lassen sich bis zu den Jahren 1209-1298 zurückverfolgen. Der Name „Furth“ erschien damals in einem Kirchenregister der Diözese Chur. Man vermutet, dass der Name sich vom lateinischen Wort bifurcus ableitet, was so viel wie „Gabelung“ bedeutet. Die Lage des Dorfes scheint diese Annahme zu bestätigen.

Ein weiteres Zeugnis aus der Vergangenheit stellt die Kapelle St. Carlo Borromeo dar. Eine Inschrift nennt das Jahr 1616. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass sich diese Inschrift nur auf einen neuen Kirchenchor bezieht und dass vorher bereits eine andere Kapelle bestand, die einem anderen Patron geweiht war.

Mit dem Ende der Feudalzeit und durch die Bemühungen um die Demokratisierung entstand nicht nur die Ligia Grischa, sondern auch die Nachbarschaften. Bis 1854 bildeten Uors, Tersnaus und Duvin einen politischen und ökonomischen Verband.

Konkrete Informationen über Uors gibt es wieder ab Anfang des 20. Jahrhunderts. Durch einen Grossratsbeschluss aus dem Jahr 1903 wurden die Weiler Crestas, Caglias und Runs in die Gemeinde Camuns integriert. Trotz dieser Gebietsabtretung konnte Uors sich behaupten: Durch den Bau der Valserstrasse wurde das Dorf zum Knotenpunkt des Unterlugnezes. Vor diesem Strassenbau mussten man über Peiden und Valgronda fahren, um nach Ilanz zu gelangen. Gemäss dem Fahrplan aus dem Jahr 1889 dauerte eine solche Fahrt mit der Postkutsche rund zwei Stunden.

1963 fusionierte Uors mit Peiden. Das Dorf Peiden wurde vor allem wegen Peiden Bad und seinen Heilquellen bekannt. Die ersten Schriften, welche die Geschichte des Bades dokumentieren, stammen aus dem 16. Jahrhundert. 1518 gehörten die Quellen Peiden und Camuns. Die beiden Gemeinden verkauften die Badeeinrichtungen an einen gewissen Caspar de Cabalzar. Bereits im Jahr 1563 forderten die Einwohner von Camuns jedoch das Recht zurück, im Peidner Bad baden zu dürfen.

Durch die Heilquellen von Peiden kam der Tourismus ins Unterlugnez. 1852 baute Dr. Johann Arpagaus ein Kurhaus neben den Quellen. Nach 1862 waren vor allem Trinkkuren ein grosser Erfolg. 1868 zerstörte eine Überschwemmung grosse Teile der Badevorrichtungen. Luzi und Barclamiu Arpagaus ersetzten diese 24 Jahre danach durch ein grösseres Hotel. Dank der Valserstrasse verzeichnete das Unternehmen grosse Gewinne. Nach 1950 ging das Interesse an Kurbädern und Trinkkuren verloren. Jedoch kehrten nicht nur die Touristen Peiden den Rücken, sondern auch die Einheimischen. Die Überschwemmungen in den 30-er Jahren verursachten Erdrutsche, und deswegen wurde ein Bauverbot erlassen. Die Angst vor Naturgewalten, durch allzu schwarze Prognosen geschürt, hat viele Familien dazu gebracht, Peiden zu verlassen.

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